Aufbrechen

Aufbrechen ist das Ausnehmen und ausbluten lassen von Wildtieren. Das Aufbrechen soll, um der Fleischhygiene zu genügen, unverzüglich nach Eintritt des Todes erfolgen, um ein Einwandern von z. B. Darmbakterien in das Muskelfleisch zu verhindern. Das Aufbrechen bezieht sich insbesondere auf Schalenwild. Beim Aufbrechen wird die Körperhöhle des Wildes eröffnet und die Eingeweide herausgenommen, was die Körpertemperatur schneller reduziert und mögliche Verunreinigungen durch Fäkalien oder Galle auszuschließen sucht. Bei Niederwild kann die Weiterverarbeitung nach dem Heimtransport erfolgen, ein feldmäßiges Aufbrechen ist zumeist nicht möglich.

Das richtige Aufbrechen des Wildes ist keine Kunst - wenn man es kann. Wir helfen Jungjägern beim ersten Stück und den ersten Schritten. Auch das richtige Equipment will gut ausgsucht sein!

Die richtige Ausstattung und scharfe Messer sind das Wichtigste!

Bei waidgerechtem Aufbrechen (Entweiden) im Rahmen der roten Arbeit wird unterschieden in kleines und großes Jägerrecht. Der Aufbruch kann bis zu einem Viertel des Lebendgewichtes ausmachen, verbleibt üblicherweise im Jagdbezirk und dient anderen Fleischfressern zur Ernährung (z.B. Füchsen, Marderartigen, Wildschweinen, Greif- und Rabenvögeln). Bei dieser Art der Entsorgung ist auf die Belange von Waldbesuchern und evtl. deren Hunde zu achten. Innereien von Tieren, die erkennbar an Infektionskrankheiten leiden, sowie solche vom Schwarzwild werden vorschriftsmäßig tief vergraben (0,5 m verdichtetes Erdreich über dem Material) oder der Tierkörperverwertung zugeführt.

Equipment zum Zerwirken findet ihr in unseren >>Shop. Einiges verleihen wir auch gern.